Intercity

Zollikerstrasse 141, 8008 Zürich

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Wer in Zürich, Luzern oder Basel ein Neubauprojekt vermarkten oder eine bestehende Liegenschaft verkaufen will, trifft bei Intercity auf eine Maklerin, die genau darauf ausgerichtet ist. Auf der eigenen Startseite beschreibt sich das Unternehmen als «erfahrene Spezialistin für den Verkauf von Neubauprojekten und bestehenden Liegenschaften», und diese Selbstbeschreibung deckt sich mit dem, was auf den Unterseiten tatsächlich angeboten wird. Auffällig ist die zweite Kompetenz, die viele kleinere Maklerbüros nicht führen: Wenn eine Erstvermietung stockt oder ein Neubauprojekt mit Leerstand kämpft, übernimmt Intercity nach eigener Aussage auch das Leerstandsmanagement und sucht, wörtlich, «mit Kreativität und Ausdauer» nach einer nachhaltigen Lösung. Für Eigentümer von Geschäftsliegenschaften und Dienstleistungsflächen, deren Flächen sich schwer vermieten lassen, ist das ein konkretes Angebot und nicht nur eine Werbezeile.

3 Büros, eine Gruppe im Hintergrund

Intercity ist unter dem Namen Intercityhaus an 3 Adressen präsent: Zollikerstrasse 141 in 8008 Zürich, Alpenstrasse 6 in 6004 Luzern und St. Jakobs-Strasse 3 am Aeschenplatz in 4002 Basel. Alle 3 Büros sind über dieselbe Telefonnummer erreichbar, +41 58 705 00 50, kommunizieren aber über je eine eigene Adresse pro Standort (zuerich, luzern und basel bei intercity.ch). Rechtlich firmiert das Unternehmen als Intercity Immobilien AG, mit Sitz an der Zürcher Adresse, wie das Impressum ausweist.

Hinter dieser Marke steht eine grössere Struktur. Die Gruppenseite nennt Intercity Immobilien AG als ein Unternehmen der Intercity Group, zu der auch Hugo Steiner in St. Gallen, Wüst und Wüst sowie Colliers Switzerland gehören. Wüst und Wüst tritt dabei als exklusiver Partner von Christie's International Real Estate in Küsnacht, Zürich, Luzern, Zug, St. Moritz und Pfäffikon SZ auf, während Colliers Switzerland von Zollikon aus Zürich, Basel, Genf und Lausanne bedient. Die Gruppenleitung wird namentlich vorgestellt: Robert Hauri-Köppel als CEO der Intercity Group Holding AG und Co-Owner der Colliers Switzerland AG, Carlos Garcia als CEO der Intercity Immobilien AG, dazu Stefan Lemberger, Michael Oppliger und Pascal Vaucher an der Spitze der übrigen Gruppengesellschaften. Neben dem Namen von Robert Hauri-Köppel steht auf der Gruppenseite ein Motto auf Englisch, «Action speaks louder than words.» Für Auftraggeber in Zürich, Luzern und Basel heisst das: Intercity ist keine unabhängige Einzelfirma, sondern der lokal verankerte Teil eines Netzwerks, das bei Bedarf auch internationale Käuferschichten über Christie's erreichen kann, auch wenn dieser Kanal formal bei der Schwestergesellschaft Wüst und Wüst liegt.

Auf der Teamseite tritt daneben das operative Personal namentlich auf. Carlos Garcia führt als CEO der Intercity Immobilien AG die Geschäfte, Livia Fagagnini leitet die Akquisition und Stephanie Kropp die Vermarktung, dazu kommen mehrere Vermarkterinnen und Vermarkter, eine Assistentin sowie 2 freie Mitarbeiterinnen, die im Tagesgeschäft an den 3 Standorten arbeiten. Wie viele Personen das Team insgesamt zählt, sagt die Website nicht in einer eigenen Kennzahl, die Teamseite listet sie aber einzeln mit Namen, Funktion und Direktnummer auf.

Verkauf, Vermietung und Projektentwicklung

Das operative Geschäft gliedert sich in 3 Bereiche. Beim Verkauf begleitet Intercity Eigentümer von Wohneigentum, Anlageobjekten, Neubauprojekten und Bauland, von der Potenzialanalyse und Verkaufspreisgestaltung über die Vermarktungsstrategie bis zur Begleitung bei Kauf- und Werkverträgen sowie der Stockwerkeigentumsbegründung. Für eine erste Einschätzung bietet die Firma ein Online-Tool zur groben Marktwertschätzung an, für eine vertiefte Einschätzung eine persönliche Marktanalyse durch das Team. Bei der Vermietung deckt der Leistungskatalog Markt- und Standortanalysen, Einschätzungen zum Marktmietzins sowie die Betreuung von Erst- und Wiedervermietungsmandaten ab. Die Projektentwicklung setzt bewusst früh an: Intercity wirbt damit, schon während der Bauplanung an Vermarktungsergebnissen vor Bauherrschaft und Architekten mitzuwirken und bei Architekturwettbewerben mitzuarbeiten, damit ein Neubauprojekt von Anfang an auf die spätere Nachfrage ausgerichtet ist. Auf der Dienstleistungsseite verweist die Firma zudem auf eine traditionsreiche Unternehmensgeschichte und gebündeltes Fachwissen, das nach eigener Beschreibung bis ins Jahr 1954 zurückreicht.

Leerstandsmanagement statt nur Vermittlung

Der eigentliche Unterschied zu einem reinen Vermittlungsbüro zeigt sich im Vermietungsangebot. Neben der klassischen Erst- und Wiedervermietung führt Intercity ausdrücklich Leerstandsmanagement und einen Entmietungsservice als eigene Leistungen. Die eigene Beschreibung dazu: Bei Liegenschaften, «die schwer vermittelbar scheinen», bleibe man «kreativ und hartnäckig». Für ein Neubauprojekt, dessen Erstvermietung ins Stocken gerät, oder für eine ältere Geschäftsliegenschaft mit hohem Leerstand ist das ein spezifisches Leistungsversprechen, kein allgemeiner Verweis auf Erfahrung. Die Projektentwicklungsseite nennt als Beispiel für den angestrebten Erfolg eine garantierte Vollvermietung zum Bezugstermin, eine Zusage, die die Firma selbst als Massstab für ihre Arbeit anführt.

Referenzprojekte mit Zahlen statt Behauptungen

Statt allgemeiner Erfolgsversprechen legt Intercity eine lange, öffentlich einsehbare Referenzliste vor, mehrere Dutzend abgeschlossene und laufende Projekte, sortiert nach Bezugsjahr von 2016 bis voraussichtlich 2026. Beim Neubauprojekt «Tribsche» in Luzern entstehen 2 siebengeschossige Gebäude mit 159 Wohnungen zwischen 1½ und 4½ Zimmern sowie 1'700 m² Geschäftsflächen, ein Beispiel für die Neubauvermarktung, auf die sich die Firma nach eigener Aussage spezialisiert hat. Auf der Gewerbeseite steht das Projekt «Flor» in Uster, wo Intercity 12'650 m² Geschäfts- und Praxisflächen zur Miete vermarktet, deutlich grösser als eine einzelne Ladenfläche und ein Beleg dafür, dass die Firma auch grössere Anlage- und Geschäftsimmobilien bearbeitet, nicht nur Eigentumswohnungen. Kleinere Gewerbeobjekte wie «Gartenhof» in Luzern-Littau gehören ebenfalls zum Portfolio, was zeigt, dass das Angebot nicht nur auf Grossprojekte zugeschnitten ist.

Was es kostet

Weder auf der Verkaufs- noch auf der Vermietungsseite veröffentlicht Intercity eine Provision, ein Pauschalhonorar oder einen Mindestbetrag. Die Website unterscheidet ausdrücklich zwischen 2 Stufen: einer groben Online-Marktwertschätzung über das eigene Tool und einer vertieften, persönlichen Markteinschätzung durch das Team, doch auch die zweite, aufwendigere Stufe bleibt ohne Preisangabe. Was ein Verkaufs- oder Vermarktungsmandat konkret kostet, erfährt man erst im direkten Gespräch mit einem der 3 Büros. Wer ein Preisgefühl für die eigene Immobilie braucht, bekommt darüber Auskunft, wer die Kosten der Beauftragung selbst kennen will, muss nachfragen.

Für wen sich Intercity eignet

Am besten passt Intercity zu Eigentümern, die entweder ein Neubauprojekt in der Region Zürich, Luzern oder Basel verkaufen oder erstvermieten wollen, oder die eine bestehende Geschäftsliegenschaft mit Leerstand oder schwieriger Vermarktbarkeit haben. Die Gruppenstruktur mit Hugo Steiner, Wüst und Wüst und Colliers Switzerland im Hintergrund macht die Firma auch für Auftraggeber interessant, die gelegentlich ein grösseres oder überregionales Netzwerk brauchen, ohne selbst mit mehreren Maklern gleichzeitig verhandeln zu wollen. Für einen Verkäufer, der ausschliesslich den günstigsten Pauschalpreis sucht, ist Intercity dagegen die falsche Adresse: Wer die Kosten vorab schwarz auf weiss braucht, findet sie auf der Website nicht.

Unterm Strich ist Intercity eine der wenigen Zürcher Maklerfirmen, die sich mit derselben Ernsthaftigkeit dem Verkauf, der Erstvermietung und dem Leerstandsmanagement widmet, gestützt auf eine lange, konkret belegte Referenzliste statt auf blosse Werbeversprechen. Die fehlenden Preisangaben sind der einzige echte Wermutstropfen, und der lässt sich mit einem Anruf beim zuständigen Büro klären.

Mehr aus Anlage- und Geschäftsimmobilien

Alle ansehen