JLL

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JLL Schweiz ist die Landesgesellschaft von Jones Lang LaSalle für den hiesigen Markt, im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen als Jones Lang LaSalle AG (UID CHE-116.166.150, Rechtsform Aktiengesellschaft, Sitz Zürich). Der Registereintrag ist aktiv, die jüngste Mutation datiert vom August 2026, ältere Publikationen im Schweizerischen Handelsamtsblatt reichen bis Juli 2025 zurück und dokumentieren laufende Änderungen bei Vizedirektorinnen und Prokuristen. Firmenrechtlich handelt es sich also um eine Schweizer Aktiengesellschaft mit Sitz in Zürich, angebunden an die international tätige JLL-Gruppe, die an der New Yorker Börse kotiert ist. Auf der eigenen Website beschreibt sich JLL Schweiz so, dass sie lokale Marktkenntnis mit globalen Standards verbinde, wovon institutionelle, unternehmerische und private Kunden profitierten. Gegründet wurde die Schweizer Gesellschaft laut einem Firmenvideo auf jll.com vor 15 Jahren, mit dem erklärten Anspruch, Kundinnen und Kunden mit Klarheit, Verantwortung und langfristiger Perspektive durch ein zunehmend komplexes Immobilienumfeld zu begleiten.

Anders als viele andere Namen in diesem Verzeichnis ist JLL kein Makler für Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen. Das eigene Leistungsangebot, so beschreibt es die Firma auf ihrer Seite zum Büromarkt Schweiz, umfasst Beratung für Investoren, Immobiliengesellschaften, Eigentümer und Mieter: die Abwicklung von Immobilientransaktionen, Immobilienbewertungen, die Vermietung von Geschäftsflächen, die Objektsuche sowie Mietvertragsverhandlungen für gewerbliche Mieter. Wohneigentum taucht in dieser Aufzählung nirgends auf. Wer ein Bürohaus, eine Logistikhalle, eine Verkaufsfläche oder ein Renditeobjekt kaufen, verkaufen, vermieten oder bewerten lassen will, ist bei JLL am richtigen Ort, wer seine Eigentumswohnung verkaufen will, nicht.

Ein Referenzgeschäft an der Bahnhofstrasse

Wie ein Geschäft bei JLL aussieht, zeigt eine Transaktion aus dem Jahr 2018, die die Firma bis heute in ihrem Newsroom dokumentiert. Für die damalige Eigentümerin Swiss Prime Anlagestiftung vermittelte JLL als alleinige Beraterin rund 8000 Quadratmeter im «Leuenhof» an der Bahnhofstrasse 32, mitten in der Zürcher Innenstadt nahe dem Paradeplatz, an die Pictet-Gruppe. Pictet mietete sämtliche Büroflächen der oberen Stockwerke und übernahm zusätzlich den historischen, noch funktionstüchtigen Tresorraum im Untergeschoss. Zusammen mit der Denkmalpflege und der Architektin Tilla Theus plante die Eigentümerin eine schonende Sanierung, die bis Sommer 2020 abgeschlossen sein sollte, danach sollte die prunkvolle Kundenhalle wieder öffentlich zugänglich sein. Das Vermietungsteam bestand aus Jan Eckert, Anita Bleiker und Andreas Jordi. Jordi taucht auch in den aktuellen Handelsregisterpublikationen von 2025 und 2026 wieder auf, inzwischen als stellvertretender Direktor, ein Hinweis darauf, dass zumindest einzelne Köpfe hinter solchen Geschäften der Firma über Jahre erhalten bleiben.

Der Zürcher Büromarkt aus erster Hand

Was JLL von einem gewöhnlichen Makler unterscheidet, ist die eigene Marktforschung. Die Firma veröffentlicht regelmässig Studien zum Schweizer und Zürcher Büromarkt, zuletzt am 8. Januar 2026 unter dem Titel «Office market Zurich». Darin hält JLL fest, dass das Angebot an leeren Büroflächen in der Region Zürich gegenüber dem Vorjahr leicht sank, um 4900 Quadratmeter, die Leerstandsquote blieb bei 5,3 Prozent unverändert. Im Kreis 11 zeigte sich die Gegenbewegung: Durch die Fertigstellung der Quadro Towers sowie der Gebäude Vertex und Skykey kamen dort über 50000 Quadratmeter neue Fläche auf den Markt, die Leerstandsquote stieg von 6,4 auf 11,9 Prozent. Die Hälfte aller verfügbaren Büroflächen der Region Zürich liegt laut JLL inzwischen allein in den Gebieten Kreis 11 und Opfikon-Glattbrugg. In den innenstadtnahen Kreisen 1, 2, 4, 5, 6 und 8 sank das Angebot dagegen um über 35000 Quadratmeter, was die Spitzenmieten dort weiter steigen liess. Meta mietete rund 2500 Quadratmeter im Sihlcity in der Nähe seiner bestehenden Büros an der Giesshübelstrasse und sicherte sich zusätzlich 10000 Quadratmeter im geplanten Lake Campus am Mythenquai, als Nachbarin von Swiss Re, Zurich Insurance, Google und AWS. Auch neue Namen wie Starlab Space, OpenAI, Boston Dynamics, Anthropic und Baidu mieteten sich 2025 im Zürcher Wirtschaftsraum ein, wenn auch bislang in kleinerem Umfang. Über 40000 Quadratmeter Bürofläche wurden 2025 ganz vom Markt genommen und sollen künftig anders genutzt werden, während die Bautätigkeit für die Jahre 2026 bis 2028 mit knapp 71000 geplanten Quadratmetern deutlich nachlässt.

Diese Zürcher Zahlen sind Teil einer grösseren Studie: Für die 5 grössten Büromärkte der Schweiz, Zürich, Genf, Bern, Basel und Lausanne, beziffert JLL das verfügbare Angebot Ende 2025 auf insgesamt 1032600 Quadratmeter, ein Plus von 37100 Quadratmetern oder 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit Ende 2019 ist die durchschnittliche Verfügbarkeitsquote in diesen 5 Märkten von 4,1 auf 5,2 Prozent gestiegen, in 23 europäischen Städten im gleichen Zeitraum deutlicher von 5,2 auf 9,2 Prozent. Seit 2019 wurden laut JLL rund 1,5 Millionen Quadratmeter neue Büroflächen fertiggestellt, im Schnitt 263000 Quadratmeter pro Jahr zwischen 2019 und 2023, für die Periode bis 2028 rechnet JLL nur noch mit durchschnittlich 124000 Quadratmetern pro Jahr. Verantwortlich für diese Auswertungen zeichnet Daniel Stocker, Head of Research bei JLL Schweiz, der auf der Studienseite mit Namen und Telefonnummer, +41 44 215 75 23, auftritt.

Die eigene Umfrage unter Schweizer Immobilieninvestoren

Neben den Büromarktstudien führt JLL Schweiz jedes Jahr eine eigene Investorenumfrage durch, den «Swiss Real Estate Transaction Market Outlook», 2026 zum 9. Mal in Folge. Befragt wurden 179 Unternehmen, die zusammen direkt gehaltene Schweizer Immobilien im Wert von rund CHF 366 Milliarden verwalten, laut JLL die umfassendste derzeit verfügbare Marktumfrage der Schweiz. Verantwortlich zeichnet unter anderem Gregor Strocka, Managing Director und Leiter Capital Markets Schweiz, gemeinsam mit Sandrine Kornegger und Sebastian Maser. Weil die Umfrage im Januar 2026 lief, noch vor Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten, weist JLL selbst darauf hin, dass die Antworten nur die geopolitische Lage bis zu diesem Zeitpunkt widerspiegeln, eine Einschränkung, die die Firma offen benennt statt sie zu verschweigen. Den Bericht gibt es auf der Website zum Herunterladen auf Englisch, Deutsch und Französisch.

Für wen sich JLL eignet, und wo die Website an ihre Grenzen stösst

JLL passt zu institutionellen Anlegern, Immobiliengesellschaften, Eigentümern von Gewerbeliegenschaften und Firmen, die neue Geschäftsflächen suchen oder vermieten wollen, und weniger zu privaten Verkäufern eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung, für die das Leistungsangebot gemäss eigener Beschreibung schlicht nicht gedacht ist. Wer die Adresse des Zürcher Büros sucht, wird auf den öffentlich lesbaren Seiten der Website nicht fündig, der erste Kontakt läuft über ein Formular statt über eine Strassenadresse. Honorare, Provisionssätze oder eine Mindestlaufzeit für ein Mandat nennt die Website ebenfalls nirgends, das dürfte sich erst im direkten Gespräch mit dem Beratungsteam klären. Was dafür öffentlich und ohne Anfrage zugänglich ist, sind die Marktzahlen selbst, in einer Detailtiefe bis auf einzelne Zürcher Stadtkreise und einzelne Vermietungen wie jene an Meta, wie sie kaum ein anderer Anbieter in diesem Verzeichnis liefert.

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