IMMOSEEKER AG
Zum Bewerten auf einen Stern tippen
Wer im Raum oberer Zürichsee einen Makler sucht, trifft bei IMMOSEEKER auf ein Haus, das die Region nicht als einzigen Schauplatz behandelt. Die IMMOSEEKER AG unterhält 8 Niederlassungen zwischen Murten, Bern und dem Zürichsee, und nach eigener Aussage schliesst sie über 97 Prozent aller Vermittlungen erfolgreich ab. Das ist ein hoher Anspruch, an dem sich ein Anbieter messen lassen muss, aber die Kundenreferenzen auf der eigenen Website tragen Ortsnamen wie Zollikon, Meilen, Stäfa und Uerikon. Das zeigt zumindest, dass das Unternehmen am Zürichsee tatsächlich Abschlüsse macht und nicht nur mit der Region wirbt.
8 Standorte, 2 davon am Zürichsee
Hinter IMMOSEEKER steht kein reiner Zürichsee-Spezialist, sondern ein Maklerhaus mit Hauptsitz an der Bernstrasse 26 in 3280 Murten und Filialen in Bern, im Berner Oberland, am Jurasüdfuss, im Wallis, in Zürich, am oberen Zürichsee und im Mittelland. An der Spitze steht ein Verwaltungsrat mit Klarnamen und eigenem Profil auf der Website statt eines anonymen Kontaktformulars: Verwaltungsratspräsident ist Jérôme Rüfenacht, CEO ist Philippe Furrer, COO ist Mirco Triulzi.
Für diese Kategorie zählen 2 der 8 Standorte. Die Niederlassung Zürich sitzt an der Soodstrasse 55 in 8134 Adliswil, im 2. Obergeschoss eines Gewerbehauses nahe der südlichen Stadtgrenze zu Zürich-Wollishofen, Besuche nur nach telefonischer Voranmeldung. Filialleiter ist Michael Kämpf, der zugleich im Verwaltungsrat sitzt. Die Niederlassung Oberer Zürichsee liegt an der Kapellstrasse 2 in 8853 Lachen SZ, in der Nähe der Marina Lachen, mit Parkplätzen direkt vor dem Haus. Ansprechpartner dort ist COO Mirco Triulzi, der auch auf der Kontaktseite dieser Niederlassung persönlich geführt wird. Eine ältere Kundenreferenz auf der Website nennt für denselben Mirco Triulzi noch die IMMOSEEKER-Filiale Freienbach, ein Hinweis darauf, dass er schon länger für Kundschaft am oberen Zürichsee zuständig ist, auch wenn das Büro heute unter der Adresse in Lachen geführt wird.
Was IMMOSEEKER anbietet
Das Kerngeschäft ist der Verkauf: Wohneigentum, Renditeliegenschaften wie Mehrfamilien- und Geschäftshäuser sowie Bauland, dazu Gewerbeobjekte und die Vermittlung von Mietobjekten. Bei Anlageobjekten nennt die Website als Auftraggeber sowohl Privatpersonen und Erbengemeinschaften als auch institutionelle, teils börsenkotierte Investoren, was auf eine gewisse Bandbreite bei der Grösse der abgewickelten Mandate hindeutet.
Die Bewertung ist ein eigener Service. Eine erste Einschätzung ist kostenlos, für Erbteilungen oder Scheidungen bietet IMMOSEEKER zusätzlich detaillierte, auf hedonischen Modellen basierende Bewertungsberichte an und verwendet dafür nach eigener Aussage dieselben Bewertungsprogramme, mit denen auch finanzierende Banken arbeiten. Wer umgekehrt eine Immobilie sucht, kann ein Suchmandat erteilen: IMMOSEEKER erstellt dafür zusammen mit dem Auftraggeber einen Eigenschaften-Katalog der gewünschten Liegenschaft und stützt die Suche laut eigener Aussage auf Kontakte zu Eigentümern, Bauherren, Generalunternehmern, Architekten und Finanzberatern. Diese Suchmandate sind laut Website kostenpflichtig, einen Betrag dafür nennt die Seite allerdings nicht. Abgerundet wird das Angebot durch Beratungen zu Finanzierung, Grundstückgewinnsteuer, Eigenmietwert, Steuerwert und Renovation sowie durch Projektentwicklung für Neubauvorhaben.
Bei Anlageobjekten geht die Website über die reine Vermittlung hinaus. Vor dem Verkauf eines Mehrfamilien- oder Geschäftshauses prüft IMMOSEEKER laut eigener Darstellung die Bausubstanz, die Mietpreise im regionalen Umfeld und die bestehenden Mieterträge, um die Nachhaltigkeit der Vermietung einzuschätzen. Auch Wertsteigerungspotenzial soll dabei auffallen, etwa eine absehbare Verkehrsberuhigung durch eine neue 30er-Zone im Quartier oder eine bevorstehende Aufzonung mit höherer Nutzungsdichte. Das sind Kriterien, die eher für professionelle Eigentümer und institutionelle Auftraggeber relevant sind als für den Verkauf eines Einfamilienhauses, passen aber zu den börsenkotierten Auftraggebern, die die Website als Referenzgruppe nennt.
Wie der Verkaufsprozess abläuft
Jedem Verkaufsauftrag geht laut IMMOSEEKER eine festgelegte Roadmap voraus, die mit dem Kunden Schritt für Schritt durchgegangen wird, bevor der Auftrag überhaupt erteilt wird. Vermarktet wird über Foto, Video und Drohnenaufnahmen sowie über die grossen Immobilienportale, die eigene Website, soziale Medien, Beschilderung vor Ort und Bankkontakte. Eine Zahl, mit der IMMOSEEKER wirbt: 28 Prozent der von ihr vermittelten Immobilien werden nach eigener Aussage diskret, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, verkauft. Für Kaufinteressenten heisst das, dass ein Suchauftrag bei diesem Haus lohnend sein kann, weil nicht jedes Angebot auf den grossen Portalen landet. Auf der Website steht zudem, dass die eigenen Verkaufsdokumentationen von Kaufinteressenten und Banken für ihre Detailtiefe gelobt würden, eine Eigenaussage, die sich von aussen nicht nachprüfen lässt, die aber zur sonstigen Selbstdarstellung des Unternehmens passt.
Was es kostet
Bei den Kosten bleibt die Website bewusst allgemein. Verkäufer zahlen laut IMMOSEEKER nur im Erfolgsfall, kommt kein Verkauf zustande, sind sämtliche Aufwendungen für den Kunden kostenlos. Man verspreche sich deshalb zu 100 Prozent für einen erfolgreichen Verkauf einzusetzen, so die Formulierung auf der Website. Eine konkrete Provision, einen Prozentsatz oder eine Mindestpauschale nennt die Website an keiner Stelle, weder auf der Verkaufsseite noch im Kontaktbereich der beiden Zürichsee-Standorte. Wer wissen will, was ihn ein Mandat konkret kostet, muss das Gespräch mit Michael Kämpf oder Mirco Triulzi suchen. Die Ersteinschätzung des Immobilienwerts ist dagegen ausdrücklich kostenlos und unverbindlich, ebenso das erste Beratungsgespräch.
Referenzen aus der Region
Dass IMMOSEEKER am Zürichsee nicht nur eine Postadresse unterhält, zeigen die Kundenstimmen auf der eigenen Website. Eine Familie Macura aus Zürich lobt die Arbeit von Michael Kämpf ausdrücklich als tadellos. Ein Michael Kauer aus Meilen bescheinigt ihm eine hervorragende, transparente Betreuung im Verkaufsprozess. Ein Ehepaar Vojinovic aus Stäfa hat laut eigener Aussage bereits zum 2. Mal mit IMMOSEEKER verkauft. Ein Paar aus Dübendorf lobt die offene Kommunikation während langwieriger Kaufverhandlungen. Eine Marina Waechter aus Uerikon bedankt sich auf Englisch für den guten Service und empfiehlt das Unternehmen weiter. In Zollikon attestieren Kunden Michael Kämpf und einem Kollegen namens Präg eine gewissenhafte und rechtschaffene Arbeitsweise. Das sind, anders als die Erfolgsquote auf der Startseite, keine runden Marketingzahlen, sondern Namen und Ortschaften, die sich in der eigenen Referenzliste nachlesen lassen.
Für wen sich IMMOSEEKER eignet
IMMOSEEKER ist kein Zürichsee-Boutiquebüro mit jahrzehntelanger Adresse an der Goldküste, sondern eine von 8 Niederlassungen eines Maklerhauses mit Sitz in Murten, dessen Netz sich von Bern bis zum Zürichsee zieht. Wer das als Nachteil empfindet, findet anderswo eine reinere Lokalpräsenz. Wer dagegen eine Firma mit sichtbarem Verwaltungsrat, festen Ansprechpersonen in Adliswil und Lachen SZ und einem überregionalen Netzwerk sucht, das nach eigener Aussage zu einem beachtlichen Teil zu diskreten, nicht öffentlich ausgeschriebenen Verkäufen führt, trifft in Michael Kämpf und Mirco Triulzi auf 2 Ansprechpartner mit eigenem Büro vor Ort. Nur beim Preis müssen Interessenten selbst nachfragen: Eine Zahl nennt die Website dazu nicht, nur das Versprechen, ohne Erfolg auch nichts zu kosten.