Ginesta Immobilien
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Ginesta Immobilien führt seinen Namen bis zur Gründung 1944 zurück, als Achilles Ginesta in Küsnacht den Grundstein für das Familienunternehmen legte, unter dem ursprünglichen Namen «Ginesta Immobilien, Export und Import». 1965 verlegte er sein Geschäft wieder ins steuergünstige Küsnacht, und an der Obere Wiltisgasse 52 sitzt das Haus bis heute. Von dort aus ist die Agentur auf 10 Standorte gewachsen, mit mehr als 80 Mitarbeitenden, und wirbt selbst mit dem Satz, ihr Name stehe seit über 80 Jahren für Qualität und erfolgreiche Immobilienvermarktung. Wer am rechten Zürichseeufer verkaufen, vermieten, bewerten oder verwalten lassen will, trifft damit auf eine der älteren familiengeführten Adressen der Region, keine junge Gründung, die ihre Geschichte erst noch schreiben muss.
10 Standorte, 2 Kantone
Die 10 Standorte verteilen sich nicht nur auf den Grossraum Zürich, sondern auch auf Graubünden: Chur, Davos, Flims und St. Moritz stehen neben Horgen, Küsnacht, Pfäffikon SZ, Winterthur, Zürich City und Zürich Nord in der Kontaktliste der Website. Winterthur war dabei, nach eigener Angabe, die achte Geschäftsstelle, die Ginesta eröffnet hat. Für eine Kundschaft am Zürichsee heisst das praktisch: Wer eine Ferienliegenschaft im Engadin oder in Graubünden dazu verkaufen oder verwalten lassen will, muss nicht zu einer zweiten Agentur wechseln, sondern bleibt beim selben Haus. Die Website nennt zudem eine Mitgliedschaft im internationalen Maklernetzwerk «Leading Real Estate Companies of the World», was für eine gewisse Reichweite über die Schweiz hinaus spricht, etwa bei internationaler Käuferschaft für Luxusobjekte.
Das rechte Zürichseeufer
Auf ihrer eigenen Seite zum rechten Zürichseeufer nennt Ginesta Zollikon, Küsnacht, Zumikon, Erlenbach, Forch, Herrliberg, Meilen, Uetikon am See, Männedorf, Stäfa und Hombrechtikon als Gemeinden, in denen sie tätig ist. Küsnacht selbst beschreibt die Agentur dort als eine der begehrtesten Wohnlagen am Zürichsee, mit besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verkauf, was angesichts des eigenen Firmensitzes wenig überrascht. Auf derselben Seite nennt Ginesta 3 Marktzahlen für die letzten 10 Jahre: einen Anstieg des Preises pro Quadratmeter bei Einfamilienhäusern um 30 Prozent, einen Anstieg bei Eigentumswohnungen um 18,7 Prozent, und einen Anstieg der Mietpreise um 1,9 Prozent. Diese Zahlen stammen von der Agentur selbst und nicht von einer unabhängigen Quelle, geben aber eine Vorstellung davon, wie sich Ginesta die eigene Region beschreibt: als Markt, der über ein Jahrzehnt deutlich teurer geworden ist, gerade bei Häusern.
Verkaufen, vermieten, bewerten
Auf der Verkaufsseite nennt Ginesta 8 Objektarten als Kompetenzfelder: Einfamilienhäuser, Wohnungen, Luxusimmobilien, Ferienliegenschaften, Neubau, Mehrfamilienhäuser, Anlageimmobilien und Grundstücke. Für Käuferinnen und Käufer bietet die Website ein kostenloses Suchabo an: Wer ein Profil hinterlegt, wird per E-Mail informiert, sobald eine passende Liegenschaft verfügbar wird, nach eigener Aussage teils noch bevor sie offiziell vermarktet wird. Ein Preis oder eine Mindestlaufzeit für dieses Suchabo wird nirgends genannt, entsprechend wird hier auch keiner behauptet. Für die Erstvermietung von Wohn- und Gewerbeliegenschaften führt die Website eine eigene Rubrik mit Fragen und Antworten, etwa dazu, wann die Vermarktung einer neuen Wohnliegenschaft beginnt: in der Regel bereits während der Bauphase, damit Interessenten sich schon vor der Fertigstellung bewerben können.
Raumgestaltung: Home- und Virtual Staging
Unter dem Titel Raumgestaltung führt Ginesta eine eigene Rubrik im Hauptmenü, getrennt von Verkaufen, Vermieten und Bewirtschaften. Darin liegen 2 Angebote nebeneinander: Home- und Virtual Staging, sowie Feng Shui. Für das Virtual Staging beschreibt die Website das Prinzip so, dass Räume digital möbliert und gestaltet werden, auf Fotos oder Visualisierungen wird gezeigt, wie ein leerer Raum eingerichtet aussehen könnte. Daneben wirbt die Agentur mit der temporären, also physischen, Wohnungseinrichtung, um einen Immobilienverkauf zu optimieren. Wie viele Personen dieses Angebot betreuen, ob es intern oder über Partner läuft und was ein Staging-Auftrag kostet, dazu äussert sich die Website nicht, weshalb hier auch nichts davon behauptet wird. Bemerkenswert ist vor allem, dass Staging bei Ginesta ein eigener Menüpunkt ist statt eine Randnotiz auf der Verkaufsseite, was auf eine Agentur hindeutet, die leere oder unpersönlich eingerichtete Objekte als eigenständiges Problem behandelt statt als Nebensache.
Neubauprojekte von Seefeld bis Winkel
Auf der Startseite listet Ginesta laufend eine ganze Reihe eigener Neubauprojekte, von Arosa und Laax über Kilchberg und Zollikon bis Oberrieden. 2 davon markieren die Bandbreite gut: In Zürich Seefeld vermarktet die Agentur unter dem Namen «Florastrasse Seefeld» ein Projekt mit 20 Wohnungen zwischen 27 und 124 Quadratmetern, 1.5 bis 3.5 Zimmer, Bezug ab Anfang 2027. Am anderen Ende, im Zürcher Unterland, steht «AUREUM» in Winkel: 3 Wohnungen zwischen 78 und 180 Quadratmetern, 2.5 bis 4.5 Zimmer, verfügbar ab Herbst 2026. Das eine Projekt liegt in bester Seefeld-Lage mitten in der Stadt Zürich, das andere in einer ruhigeren Gemeinde im Norden des Kantons: Wer sich fragt, ob eine Agentur mit Sitz in Küsnacht auch ausserhalb des Zürichseeufers Neubauprojekte kennt, findet in dieser Bandbreite eine Antwort.
Bewirtschaftung aus demselben Haus
Für die Verwaltung von Wohn- und Gewerbeliegenschaften betreibt Ginesta eine eigene Gesellschaft, die Ginesta Immobilien Verwaltungen AG, mit Sitz an derselben Adresse in Küsnacht, aber einer eigenen Telefonnummer für Verwaltung getrennt von jener für Verkauf. Die Website wirbt damit, dass es bei ihr kein Callcenter gebe: Mieterinnen und Mieter sprächen direkt mit den zuständigen Ansprechpartnern. Das Leistungsspektrum teilt sich in eine kaufmännische Seite, von der Vermietung über die Mietzinsgestaltung bis zur Immobilienbuchhaltung und zum Mahnwesen, und eine technische Seite, von der Übergabe der Mietobjekte über die Unterhalts- und Renovationsplanung bis zur Abwicklung von Schadenfällen mit Handwerkern und Versicherungen. Zur Frage, was eine solche Bewirtschaftung kostet, antwortet die Website nur allgemein: Das Honorar werde in der Schweiz meist als Prozentsatz der Mieteinnahmen berechnet, ein eigener Satz oder eine eigene Gebührentabelle wird nirgends genannt.
Was die Website nicht sagt
Weder auf den Verkaufs- noch auf den Verwaltungsseiten veröffentlicht Ginesta eine eigene Maklerprovision, einen Fixbetrag, eine Mindestgebühr, eine Aufteilung von Marketingkosten oder eine Exklusivitäts- oder Kündigungsfrist. Für ein Unternehmen dieser Grösse ist das keine Ausnahme in der Branche, aber wer solche Zahlen für einen Vergleich braucht, findet sie hier nicht und muss sie im persönlichen Gespräch erfragen, telefonisch getrennt nach Verkauf oder Verwaltung. Ebenso wenig nennt die Website eine Mitgliedschaft bei SVIT oder USPI im Text, auch wenn im Bereich mit den Partnerlogos ein Verbandslogo erscheint. Weil sich daraus keine Mitgliedschaft mit Sicherheit belegen lässt, wird hier keine behauptet.
Für Eigentümerinnen und Eigentümer am rechten Zürichseeufer, die eine grössere, seit 1944 bestehende Agentur mit Büro in Küsnacht selbst suchen, mit eigener Bewirtschaftungsgesellschaft, eigenem Staging-Angebot und einem Netzwerk bis nach Graubünden, ist Ginesta eine naheliegende Adresse. Wer stattdessen zuerst eine feste Kommissionsangabe oder eine kleine, sehr persönlich geführte Boutique-Agentur sucht, bekommt beides bei Ginesta nicht auf der Website und sollte das im ersten Gespräch klären, entweder unter der Verkaufsnummer oder unter der Verwaltungsnummer desselben Küsnachter Hauses.