Sutter Immobilien GmbH
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Sutter Immobilien GmbH hat ihren Sitz nicht in Zürich, sondern an der Sunnewiesstrasse 4 in Weingarten-Kalthäusern, Postleitzahl 9508, im Kanton Thurgau. Von dort aus verkauft das Unternehmen Häuser, Wohnungen und Bauland, und zwar ausdrücklich nicht nur im eigenen Kanton. Am Ende der Startseite listet die Firma ihre Arbeitsgebiete einzeln auf: Winterthur, Zürcher Oberland, Uster, Thurgau, Schaffhausen, Kreuzlingen, Aadorf, Ostschweiz und Frauenfeld. Wer in Winterthur oder im Zürcher Oberland verkaufen will, bekommt hier also ein Büro, das seinen Alltag im Thurgau und an der Grenze zur Ostschweiz hat und den Zürcher Markt von dort aus mitbedient, nicht umgekehrt.
Geführt wird die Firma von 2 Personen mit klar getrennten Aufgaben, kein Grossbetrieb mit Filialnetz. Daniel Sutter ist Geschäftsführer, Inhaber und Immobilienmakler und zeichnet für Vermittlung und Verkauf verantwortlich, erreichbar unter 071 565 22 33 oder direkt per Mail an daniel.sutter@sutterimmobilien.com. Susanne Sutter ist Mitinhaberin und verantwortet Werterhaltung, Wertsteigerung und das virtuelle Home Staging, ein Aufgabenfeld, das auf der Website als eigener Programmpunkt geführt wird und nicht bloss als Randnotiz. Die allgemeine Rufnummer, unter der die Startseite zum Anruf einlädt, ist zugleich Daniel Sutters eigene, direkte Nummer.
Der Ablauf vom Erstgespräch bis zur Schlüsselübergabe
Sutter Immobilien beschreibt den Verkaufsprozess auf der eigenen Seite in 4 Phasen. Am Anfang steht ein unverbindliches Erstgespräch, in dem die Firma nach eigener Beschreibung die Wünsche und Bedürfnisse der Verkaufspartei gründlich zu verstehen versucht. Wer vor dem Verkauf zuerst eine Ersatzimmobilie braucht, bekommt dafür einen kostenlosen Suchauftrag und wird durch den gesamten Kaufprozess begleitet, ein Angebot, das ausdrücklich schon vor dem eigentlichen Verkaufsauftrag greift. Nach einer Besichtigung vor Ort folgt eine kostenlose Bewertung, die laut eigener Beschreibung auf einer von Schweizer Finanzinstituten anerkannten Methode beruht (welches Modell oder welcher Anbieter dahintersteht, nennt die Website nicht). Dazu kommt eine Potenzialanalyse von Lage und Ausnutzungsreserven, mit einem konkreten Beispiel auf der Seite: ein renovationsbedürftiges Haus, das durch Rückbau und den Bau eines Mehrfamilienhauses einen deutlich höheren Verkaufserlös ermöglichen kann. Am Ende dieser ersten Phase steht die gemeinsame Festlegung des Verkaufspreises und die Unterzeichnung des Maklervertrags gemäss Art. 412 ff des Obligationenrechts.
In der zweiten Phase beschafft die Firma sämtliche für den Verkauf nötigen Unterlagen, von Grundrissplänen bis zu Grundbuchauszügen, lässt professionelle Fotos und Drohnenaufnahmen erstellen und baut daraus ein Exposé. Zur dritten Phase gehören die Vermarktung auf den einschlägigen Immobilienportalen, die aktive Ansprache von Kundinnen und Kunden, die selbst auf der Suche sind, sowie Besichtigungen, die Sutter Immobilien nach eigener Aussage auch an Wochenenden anbietet, verbunden mit laufender Rückmeldung an die Verkaufspartei zum Stand des Prozesses. Die vierte Phase beginnt mit den Verkaufsverhandlungen und mündet, sobald ein in der Schweiz ansässiges Finanzinstitut die Finanzierung bestätigt hat, in eine Reservationsvereinbarung. Danach beauftragt die Firma das Notariat mit dem Kaufvertragsentwurf, inklusive einer Vorausberechnung der Grundstückgewinnsteuer, und begleitet Verkaufspartei und Käuferschaft bis zur Beurkundung, der Eigentumsübertragung und der Schlüsselübergabe. Auch danach steht Sutter Immobilien laut eigener Aussage weiterhin für Fragen zur Verfügung.
Virtuelles Home Staging statt Umbau vor Ort
Der auffälligste Programmpunkt ist das virtuelle Home Staging, das Susanne Sutter verantwortet: Eine Immobilie wird fotografiert, digital vollständig leergeräumt und anschliessend am Bildschirm neu eingerichtet, ohne dass an der realen Substanz irgendetwas verändert wird. Auf der Website nennt die Firma 2 konkrete Vorher-Nachher-Beispiele: Aus einem halbleeren Zimmer wird digital ein stilvolles Ankleidezimmer, aus einem ursprünglich eingerichteten Schlafzimmer ein modern neu eingerichtetes Traumschlafzimmer. Die Verkaufspartei muss dafür nichts vorbereiten, nicht aufräumen, keine Möbel entfernen oder umstellen, und die Leistung kostet laut eigener Aussage keinen Aufpreis. Sutter Immobilien nennt als Vorteile den Schutz der Privatsphäre, weil niemand die reale Einrichtung der Bewohnerinnen und Bewohner sieht, sowie eine schnellere Vermarktung und einen höheren Verkaufspreis, eine Einschätzung der Firma selbst und keine unabhängig geprüfte Grösse.
Bemerkenswert ist auch, wie die Firma ihre Marktkenntnis beschreibt: fundiert nicht nur in der Deutschschweiz, sondern ausdrücklich auch im Tessin und in der Bodenseeregion in Deutschland. Für ein Unternehmen mit einem 2-köpfigen Inhaberteam und Sitz im Thurgau ist das ein ungewöhnlich breiter geografischer Anspruch, den die Website allerdings nicht mit einzelnen abgeschlossenen Objekten aus diesen Regionen belegt. Ergänzt wird das Angebot durch ein Netzwerk aus Architekten, Investoren und Banken sowie eine eigene Datenbank potenzieller Käuferinnen und Käufer, was laut eigener Aussage gezielte Verkaufsstrategien ermöglicht.
Was der Verkauf kostet
Auf der Kostenseite hält sich Sutter Immobilien an ein klares Prinzip: Provision nur im Erfolgsfall, keine Vorkosten und keine versteckten Nebenkosten. Einen konkreten Prozentsatz, ein Pauschalhonorar oder einen Mindestbetrag nennt die Website nirgends, weder auf der Startseite noch sonst. Wer also wissen will, wie hoch die Provision im eigenen Fall ausfällt, muss das im persönlichen Erstgespräch klären, das die Firma ohnehin an den Anfang jedes Verkaufs stellt.
Was Kundinnen und Kunden berichten
Auf der Website sind mehrere ausformulierte, namentlich gezeichnete Rückmeldungen veröffentlicht, keine anonymen Sternebewertungen. Jürg Gysi beschreibt, wie er nach einem unbefriedigenden Ergebnis mit einer grossen Immobilienfirma zu Sutter Immobilien wechselte und wie Daniel Sutter die Vorzüge seiner baubiologisch gebauten Liegenschaft auch ausserhalb der Bürozeiten sowie samstags und sonntags zeigte. L. Helmberger berichtet vom Kauf einer Maisonette-Wohnung am Bodensee, die innerhalb weniger Wochen reibungslos über die Bühne ging, mit einem aufwendigen Dossier für die Käuferschaft. Regina und Pippo Ficarra loben, dass Daniel Sutter sie während eines grösstenteils im Ausland verbrachten Verkaufsprozesses auch auf dem Grundbuchamt vertrat und die Koordination zwischen Grundbuchamt, Bank und Käuferschaft übernahm. Erin Schellhammer schliesslich berichtet auf Englisch vom Kauf des ersten Eigenheims in der Schweiz als Käuferin aus den USA, für die Sutter Immobilien geduldig und kommunikativ durch einen Prozess mit zusätzlichen Hürden führte.
Für wen sich Sutter Immobilien eignet
Am besten passt Sutter Immobilien zu Eigentümerinnen und Eigentümern im Thurgau, in der Ostschweiz oder im Grossraum Zürich bis Winterthur und ins Zürcher Oberland, die einen kleinen, eigentümergeführten Betrieb einer grossen Maklerkette vorziehen und die Vorstellung schätzen, ihre Immobilie ohne Aufräumaktion und ohne physisches Staging vor Ort vermarkten zu lassen. Wer parallel eine neue Wohnung sucht, bekommt mit dem kostenlosen Suchauftrag gleich 2 Dienstleistungen aus einer Hand. Der Kehrseite muss man sich aber bewusst sein: Ohne veröffentlichten Provisionssatz bleiben die tatsächlichen Kosten bis zum Erstgespräch offen, ein Gründungsjahr oder eine Mitgliedschaft bei SVIT oder USPI nennt die Website nicht, und mit 2 Personen bleibt das Unternehmen deutlich kleiner als die grossen Maklerhäuser der Region, was bei einem hohen Verkaufsvolumen zu Kapazitätsgrenzen führen kann, auch wenn die Website selbst dazu nichts sagt.